Internationaler Tag der Menschenrechte 2017

nternationaler Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2017 im Haus Gutenberg

Am diesjährigen Internationalen Tag der Menschenrechte laden das Haus Gutenberg, Amnesty International und der Verein Menschenrechte in Liechtenstein zu einer „Stunde für die Menschenrechte“ ein. In Form von Kurzvorträgen und einer anschliessenden Stehtischdiskussion lassen wir Revue passieren, was sich in der Menschenrechtssituation in Liechtenstein bewegt hat und welche Themenschwerpunkte für 2018 im Mittelpunkt stehen werden. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt von der Gruppe QuintEssence Voices und findet ihren Abschluss im anschliessenden Apéro, gestaltet von der Suppenküche (Verein Alte Metzg) Schaan.

Liechtenstein verfügt über eine aktive Zivilgesellschaft mit engagierten Vereinen und Organisationen, die sich um Menschenrechtsbelange kümmern und sich für Rechte in den Bereichen Gleichstellung, Integration und Antidiskriminierung einsetzen. Die Themen und Handlungsfelder sind vielfältig: Gleichstellung von Frauen, von Menschen mit Behinderungen, von Menschen mit Migrationshintergrund, Diskriminierungen am Arbeitsplatz oder die Situation von Flüchtlingen und Asylsuchenden. Fünf Organisationen werden einen Einblick in ihre Tätigkeiten und zukünftigen Vorhaben gewähren: Was waren die Zielsetzungen für das (fast) vergangene Jahr? Was waren die Highlights und Erfolge? Was wäre der Wunsch für die Zukunft?

Es kann auf ein ereignisreiches Jahr zurückgeblickt werden. Folgende Mitwirkende werden zur Veranstaltung beitragen bzw. aus ihrer Sicht eine Situationseinschätzung abgeben:

Am 10. Dezember 2016 gründeten über 20 Organisationen der Zivilgesellschaft den Verein für Menschenrechte in Liechtenstein (VMR) als unabhängige nationale Menschenrechtsinstitution. Mit In-Kraft-Treten des Gesetzes am 1. Januar 2017 nahm der VMR seine Tätigkeit auf und eröffnete im Mai die Geschäftsstelle in Vaduz. Die Ombudsstelle für Kinder und Jugendliche (OSKJ) ist seit Jahresbeginn ebenfalls in den Verein für Menschenrechte integriert. Das erste halbe Jahr des Vereins stand im Zeichen der Aufbauarbeiten. Das zweite halbe Jahr diente der inhaltlichen Schwerpunktsetzung, welche VMR-Vorstandmitglied Claudia Fritsche skizzieren wird.

Auch im Amt für Soziale Dienste (ASD) gab es Veränderungen. Die Stabsstelle Chancengleichheit wurde aufgelöst und deren behördliche Aufgaben zu Beginn des Jahres vom Amt übernommen. Hugo Risch, Amtsleiter, wird über den Stand der Dinge und den Massnahmenplan des Fachbereichs Chancengleichheit informieren.

Das Frauennetz hat sich Ende letzten Jahres als eingetragener Verein ohne Geschäftsstelle konstituiert. Es versteht sich als aktiver frauenpolitischer, zivilgesellschaftlicher Gegenpart in der Gleichstellungspolitik und hat als diesjähriges Schwerpunktthema Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewählt. Claudia Heeb-Fleck wird zu durchgeführten und geplanten Projekten einen Einblick geben.

Dem Team der Initiative Praktische Hilfe liegt es am Herzen, die interkulturelle Kompetenz zwischen Einheimischen und Asylsuchenden sowie Flüchtlingen zu fördern. Immer dienstags im Haus am Gleis in der Egerta 3 in Schaan wird bedarfsgerechte, praktische Hilfe geleistet: Beim Deutsch üben und auf verschiedene Prüfungen Lernen, beim Erstellen von Berufs-Portfolios, gemeinsamen Kochen und Netzwerken ergeben sich erfreuliche Prozesse der Eigenverantwortung – zum Nutzen für uns alle.“ Helen Konzett wird einen Einblick in das Engagement der Initiative geben.

Der Liechtensteinische ArbeitnehmerInnenverband (LANV) vertritt und fördert die sozialen, wirtschaftlichen, beruflichen und rechtlichen Interessen seiner Mitglieder sowie aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Er engagiert sich für die Gleichstellung von Frau und Mann in Bezug auf Arbeit, Lohn, Ausbildung, Familie und Gesellschaft. Der LANV kämpft gegen jede Form von Diskriminierung und setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der die sozialen Bedürfnisse des Menschen im Zentrum stehen und in der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich ist. Sigi Langenbahn wird den Stand der Dinge zum Thema Diskriminierung am Arbeitsplatz darstellen.

Amnesty International Liechtenstein ist eine Regionalgruppe von Amnesty International Schweiz. Neben den internationalen Aspekten ist es ihnen ein Anliegen insbesondere auch die Bedürfnisse und Probleme, die es in Liechtenstein gibt, in die Menschenrechtsarbeit einzubringen. Sie führen Schulungen über Menschenrechte durch. Asylsuchende werden u.a. in monatlichen Sprechstunden betreut und beraten. Der Runde Tisch Asylwesen, an dem ein regelmässiger Fachaustausch mit Behörden, Institutionen und Vereinen gepflegt wird, wird seit mehreren Jahren erfolgreich organisiert und durchgeführt. Hanspeter Röthlisberger wird am Stehtisch einen Blick in die Zukunft werfen und sich zu den gesellschaftlichen Herausforderungen äussern.

Quintessence Voices versteht sich als „einziges politisch korrektes Männerquartett in Liechtenstein: Es hat eine Frauenquote von 25% bereits erreicht!“ Marina Kindle, Ralf Eckstein, Martin Risch und Fritz Amport präsentieren A-Cappella-Gesang im Barbershop-Stil, der in den USA seit den 1920er Jahren populär ist. Die Gruppe sorgt für den musikalischen Rahmen des Anlasses.

Die „Alte Metzg“ in Schaan ist ein sozialer Verein, dem es ein Anliegen ist, Lebensmittel zu retten, Langzeitarbeitslosen eine Tagesstruktur zu geben, und dabei noch köstliche Suppen und Kuchen zu einem niedrigen Preis an Jedermann weiterzugeben. In der Suppenküche des Vereins kann von Dienstag bis Donnerstag mittags eine feine Suppe genossen werden. Die Suppenküche wird den Anlass kulinarisch bereichern.

Programm

Ort: Haus Gutenberg, Balzers

Zeit: 10. Dezember von 17 bis 19 Uhr

Mit Anmeldung, freier Eintritt, um Spenden wird gebeten.

Veranstalter/innen: Haus Gutenberg, Amnesty International FL, Verein für Menschenrechte in Liechtenstein

17.00 Begrüssung durch Gabriela Köb, Leiterin Haus Gutenberg

Moderation und Begleitung durch den Abend, kurze Einführung zu „Menschenrechte in Liechtenstein“ von Vivien Gertsch (Amnesty International FL)

  • Verein für Menschenrechte in Liechtenstein:
    Claudia Fritsche, Vorstand Verein für Menschenrechte in Liechtenstein
  • Fachbereich Chancengleichheit (Amt für Soziale Dienste)

Hugo Risch, Leiter Amt für Soziale Dienste

  • Frauennetz Liechtenstein

Claudia Heeb-Fleck, Vorstand Frauennetz

  • Verein Praktische Hilfe
    Helen Konzett, Initiantin
  • Liechtensteinischer ArbeitnehmerInnenverband 

Sigi Langenbahn, Geschäftsführer LANV

17.30 Musikalischer Beitrag von Quint Essence Voices

17.45 Stehtischdiskussion moderiert von Alicia Längle, Geschäftsführerin VMR

Schlussworte der Moderatorin Vivien Gertsch, und Musikalischer Schlussakkord

  • Apéro gestaltet von der Suppenküche, Alte Metzg Schaan
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